Albert-Schweitzer-Grundschule in Vechelde

Neuigkeiten

10. Oktober 2008
Mama, ich gehe zum Zirkus – in echt!

In der Schule summte es förmlich vor angespannter Vorfreude auf das unverrückbare Ergebnis der Zirkus-Projektwoche. Dass in Projektzeiten der Schulalltag aus den Angeln gehoben wird, weiß man ja schon. Dass zu Beginn einer Projektwoche aber schon ihre Abschlussveranstaltung so kompromisslos feststeht, machte diese Woche irgendwie anders.

Für die Kinder begann sie mit einer Vorausschau auf die eigene Arbeit: Mit einer Vorstellung des Zirkus Ricardo für die Grundschüler. Die war lustig, diese Vorstellung, spannend und zum Staunen! Bei so etwas will jeder mitmachen, au ja! Sollte ja auch – den eigenen Fähigkeiten entsprechend, versteht sich. Das letzte Wort bei der Gruppeneinteilung hatten die Erfahrenen, die Profis. Manches Kind hatte hier schon die erste Schwierigkeit zu bewältigen, denn der Erstwunsch konnte natürlich nicht jedem Kind erfüllt werden.

Und welche Gruppen gab es?

Es gab Clowns, Indianer, Jongleure, Bodenakrobaten, starke Menschen, Hundedressur, Bauchtänzerinnen und Steckenpferdchen – und alle sollten binnen einer Woche ihre Nummer für eine wirklich echte Zirkusvorstellung einüben, die ganz bestimmt, unverrückbar und ohne Rücksicht auf Lampenfieber oder persönliche Tagesform am Freitag Nachmittag kommen würde! So etwas geht nur mit genauer Organisation und einem guten Zeitplan. Und der musste eingehalten werden, trödeln ging nicht.

Aber was machten die Artisten in diesen Gruppen? Zweite Schwierigkeit: Kinder führen nicht dasselbe auf, wie ausgewachsene Zirkusleute und Kinder-Indianer werfen gar nicht mit Messern! Ein Steckenpferd ist kein echtes Pferd! Und zu lachen wie ein Clown muss man üben! Schon zwei Dinge zu jonglieren ist schwierig und wer konnte denn wissen, dass es ein bisschen weh tut, sich auf ein Drahtseil zu knien?


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Was über diese Schwierigkeit hinweghalf: alle trainierten im echten Zirkuszelt, was die ganze Zeit über keinen Zweifel darüber aufkommen ließ, dass es wirklich nötig ist, all diese Dinge zu tun, um ans Ziel zu gelangen – die Vorstellung!

Die Schule war in diesen Tagen nur das zweitwichtigste Gebäude auf dem Gelände und auch hier ging es um den Zirkus. Basteln, lesen, singen, malen, Zirkus. Keine Hausaufgaben. Disziplin im Zelt, in der Schule Kreatives zum Thema, zu Hause Vorfreude.

Dann der Freitag: Aus Zuschauersicht perfekt! Hotdogs, Muffins und Getränke vom Förderverein, Zuckerzeug und Kostüme vom Zirkus, Lampenfieber und freudige Erwartung bei Eltern und Kindern. Immer, wenn jemand das Zelt betritt, wird irgendwo gewinkt. Sogar das Wetter spielt mit und macht die Atmosphäre noch fröhlicher. Und dann so stolze Kinder in der Manege!

Dafür wurde geübt, fünf Tage lang in drei Schichten. Jede Klasse zwei Stunden täglich. Die Zirkusprofis konnten streng sein und sie kannten das Programm, auf das alle hinarbeiteten. Da ging es lang. Und das wiederum war auch gut so, denn alle Kinder und alle Lehrer konnten sich darauf verlassen, dass unter der Anleitung der echten Artisten eine echte Zirkusvorstellung entstehen würde, in der die Kinder die Artisten sein würden – in echt!










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